2 simple Lerngewohnheiten für Bestnoten, die keiner auf der Uni kennt

Ehrlich: Wenn ich als Erstsemester davon gewusst hätte, wäre ich in Mindestzeit fertig geworden. Leider verschweigen dir alle auf der Uni, wie Bestnoten für dich niemals ein Wunschtraum bleiben müssen. Ein Unternehmer packt aus.

Die stressigste Woche in einem Semester ist immer die Prüfungswoche. An drei oder vier Tagen hintereinander heißt es, eine Prüfung nach der anderen zu schreiben, manchmal sogar zwei an einem Tag. Anstatt sich aber auf den Spießrutenlauf im Jänner oder Juni rechtzeitig vorzubereiten, beginnen viele erst auf den letzten Drücker mit dem Lernen. Da kann es schon vorkommen, dass du zwei, drei Nächte lang durchmachst und binnen kürzester Zeit mehr Stoff in dich hineinfrisst, als du vernünftigerweise verdauen kannst. Angst, Adrenalin und Augenringe sind die Folge – und am Ende bleibt das wohlbekannte Gefühl, doch noch mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.

2 Gewohnheiten, die dein Leben verändern können

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Wenn du es leid bist, Semester für Semester jedes Mal am Abgrund vorbei zu schrammen und dir fast den Hals zu brechen, dann können dich diese zwei simplen Gewohnheiten auf die richtige Bahn zurückbringen.  Ich habe sie zusammen mit dem Lernprogramm, mit dem du dein Studium mit Bestnoten abschließen kannst, in meinem “Studieren mit Grips”-Buch beschrieben. Wenn dir der Riesenstress, der sich vor der Prüfungswoche zusammentürmt, einfach zu viel ist und du endlich ausgeschlafen und gut vorbereitet zur Klausur erscheinen willst, dann versichere ich dir: Du bist nur zwei Schritte von deinem neuen Leben entfernt. Bevor du aber erfährst, welche zwei Schritte du setzen musst, erzähle ich dir eine kurze Geschichte:

Vor einigen Jahren saß Amber Olson zusammen mit ihren Eltern bei der Eröffnungsrede zum neuen Semester in der University of Florida (aus dem Buch: “Der kleine Vorsprung“). Obwohl sie schon ihr Leben lang eine Vorzugsschülerin gewesen war und den Aufnahmetest (in Amerika SAT genannt) mit Bravour bestanden hatte, bekam sie es plötzlich mit der Angst zu tun. Denn auf der High School Klassenbeste zu sein, war auf dem College keine Seltenheit mehr. Der Studiendekan verlautbarte, dass die Testergebnisse der 6.700 Erstsemestrigen zu den höchsten in ganz Amerika gehörten. Ihr Vater Jeff, der selbst Wirtschaft studiert hatte, wusste nicht so recht, ob der Dekan die Neuankömmlinge mit seiner Rede beeindrucken oder doch einschüchtern wollte.

Deshalb wollte der Unternehmer seiner Tochter Mut machen und ihr zwei wertvolle Ratschläge für ihr neues Leben auf der Uni mitgeben. „Amber“, sagte er ihr beim Abendessen. „Wenn du dein Studium gut abschließen willst, dann versprich mir, dass du diese beiden Dinge beherzigst.“ Die junge Studentin nickte und wartete gespannt auf eine Art Offenbarung, eine geheime Formel, die ihr Vater ihr zu ihrem Besten anvertrauen würde.

Besuche jede Vorlesung vom Anfang bis zum Schluss. Lass keine einzige Vorlesungseinheit aus.“ – „Und was ist der zweite Ratschlag?“, fragte sie. „Lerne jeden Tag zwei Stunden.“

Das war’s also? Das war das große Geheimnis? Amber war verwirrt und wunderte sich, ob sie etwas nicht richtig verstanden hatte. „Ist das alles, was ich tun muss?“, fragte sie noch einmal nach. „Tu es einfach, und du wirst es sehen“.

Nach drei Wochen meldete sich Amber am Telefon und sprach mit ihrem Vater. „Dad“, sagte sie aufgeregt. „Erinnerst du dich an die Vorlesung, von der ich dir erzählt habe? Mit den 400 Studenten? Nun, jetzt kommen nur noch 80 Leute in die Vorlesung.“ Amber erzählte weiter, dass sie noch keinen Test gehabt hätten, und daher auch niemand durchfallen konnte.

In weniger als drei Wochen aber waren mehr als 75% der Studenten praktisch verschwunden. Ihr Vater wiederholte noch einmal, dass sie einfach jedes Mal anwesend sein und jeden Tag zwei Stunden lernen solle.

Vier Jahre später, in Mindestzeit, feierte Amber ihren Uniabschluss mit den besten Noten.

Wie du mit dem Zinseszins durch die Decke schießen kannst

Woran lag es, dass sie ihren Kolleginnen und Kollegen so weit voraus war? War sie intelligenter als alle anderen? War sie fleißiger und arbeitete sie härter? Davon kann nicht die Rede sein, denn alles, was sie tat, war, jede Vorlesung bis zum Ende zu besuchen und zwei Stunden am Tag zu lernen. Nichts weiter.

Auch du hast sicherlich schon dieses seltsame Phänomen beobachtet: In der ersten Vorlesungseinheit musst du schon eine halbe Stunde früher auftauchen, um noch einen Stehplatz am Gang zu erwischen. Nach ein, zwei Wochen aber hast du dagegen eine ganze Bankreihe für dich.

Simple Gewohnheiten, die täglich geübt werden – wie der laufende Besuch einer Vorlesung oder zwei Stunden Lernen am Tag – wirken ähnlich wie ein ZinseszinseffektDieser entfaltet erst mit der Zeit seine Wirkung – und daher weiß fast niemand, wozu er wirklich fähig ist.

Diese beiden Stunden addieren sich nicht nur gegenseitig, sondern multiplizieren sich ab einem bestimmten Punkt in ihrer Wirkung.  Aus diesem Grund ist es zum Beispiel besser, mehrmals pro Woche zehn bis zwanzig Minuten Sport zu treiben, als an einem Tag ein Mörder-Workout hinzulegen. Deshalb sind die Einserkandidaten nicht diejenigen, die in unregelmäßigen Abständen Nachtschichten schieben, sondern die fleißigen Bienen, die täglich etwas für die Uni tun.

Wenn also die sonst so gefürchtete Prüfungswoche herangerückt ist, dann hast du dich bereits mehr als genug vorbereitet, weil du ja immer anwesend warst und zwei Stunden täglich gelernt hast. Du brauchst dann nur noch den Stoff kurz zu wiederholen und verabschiedest dich von schlaflosen Nächten und krankmachendem Prüfungsstress.

Und das Geheimnis ist es, es einfach zu tun.

Zu welcher Sorte Student gehörst du also? Brauchst du den Adrenalinkick beim Lernen auf den letzten Drücker oder willst du lieber ruhig schlafen können? Schreibe deinen Kommentar dazu und erzähle von deinem Lernverhalten! Das ist alles, was du tun musst! 😉

Ein Prise Selbstdisziplin wünscht dir,

Mark von Studieren mit Grips.

Quellen: http://www.zeit.de/2014/17/zinseszinseffekt-exponentialfunktion

https://www.amazon.de/Slight-Edge-Kleine-Vorsprung-DEUTSCH/dp/390211469X/ref=sr_1_1?        ie=UTF8&qid=1502904429&sr=8-1&keywords=der+kleine+vorsprung

 

 

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